Kirchenmusik:KlangRäume 2025 im Pastoralen Raum Sankt Goar: ein Rückblick

Auf Initiative des leitenden Kantors Michael Steinbach wurden mehrere Kirchenräume zum Klingen gebracht. Dabei sollte der Fokus auf schönen sakralen Räumen liegen, die nicht so oft bespielt werden. Ziele dabei waren vor allem, die Vielfalt von Kirchenmusik erfahrbar zu machen und im Pastoralen Raum Kontakte zu knüpfen.
Insgesamt vier Konzerte haben seit Dezember 2024 stattgefunden. Dabei gab es verschiedene musikalische Stilrichtungen von sehr unterschiedlichen Ensembles und Solisten zu hören.
Begonnen wurde im Dezember 24 in Niederburg mit einem Adventskonzert unter Mitwirkung des Chores unter der Leitung von E. Menne, „Querbeat Urbar“ unter Leitung von M. Huth, dem Kirchenchor aus Gondershausen, sowie dem Ensemble „Vulpius“ unter der Leitung von M. Steinbach. Einen besonderen Akzent setzte das Fanfarencorps Rot-Weiß mit schwungvollen Arrangements.
Adventliche Orgelmusik kam natürlich auch nicht zu kurz!
Im März wurde die Reihe in der romanischen Kirche in Hirzenach fortgesetzt.
Hier durften die Ensembles aus Emmelshausen und Gondershausen unter Leitung von M. Steinbach ihr Können präsentieren. Es erklang alte und neue Musik, passend zur Fastenzeit, begleitet an der Orgel von Basilikaorganist N. Michely aus Boppard.
Besondere musikalische Farben waren der vom leitenden Kantor vorgetragene Introitus „Oculi mei“ zum dritten Sonntag der Fastenzeit und Teile einer Cembalosuite von J.K.F. Fischer. Ein besonderes Solo kam von Gustav Steinbach: ein Siciliano auf der Altblockflöte mit Cembalobegleitung.
Der Jugendchor Emmelshausen verzauberte mit mehrstimmigen Chorstücken. Zu seinen Gunsten war dann auch die Kollekte: dank großzügiger Spenden ein guter Baustein zur Finanzierung der Chorfahrt im Sommer nach München zum Internationalen Pueri Cantores- Chorfestival!
Im September stand dann in Perscheid die historische Engers-Schlaad-Orgel im Mittelpunkt.
Werner Henzel spielt das wunderschöne Instrument schon seit Jahrzehnten und präsentierte „seine“ Orgel mit abwechslungsreicher Musik. Ein Highlight war sicher der „Grand Choeur in B-Dur“ von Th. Dubois, wobei die erst vor wenigen Jahren ergänzte Trompete glänzen konnte.
Kantor M. Steinbach ließ kontrastierende Musik aus England erklingen: die brillante „Festival Toccata“ von P. Fletcher und den introvertierten „Evening Song“ von E. C. Bairstow.
Eine schöne klangliche Bereicherung des Programms bestand in der Darbietung von Werken für Trompete und Orgel. Hierfür konnte als Trompeter C. Reez gewonnen werden, seit Jahren eine feste Größe in der Region.
Der Förderverein Pfarrkirche St. Albanus hatte im Anschluss zum Umtrunk unter der Empore geladen, wo das Konzert bei bester Stimmung einen würdigen Abschluss fand!
Am Ende der Reihe stand schließlich die musikalische Einstimmung zum Advent in Herschwiesen. Hier gibt es traditionell eine frühe Vorabendmesse zum ersten Advent mit anschließendem Adventsmarkt im Pfarrhof. Vor und in der Messe musizierten Silke Steinbach (Geige), Gustav Steinbach (Altblockflöte) und Kantor M. Steinbach (Orgel). Es erklang Musik von Vivaldi, Marcello und die „neuentdeckte“ Chaconne in d von J. S. Bach.
Fazit: Das Konzept bietet viel Raum für unterschiedlichste Gestaltungen, was bei künftigen Veranstaltungen noch weiter erkundet werden könnte. Die Beteiligten hatten viel Freude bei der Ausführung und haben dabei neue Kirchenräume kennengelernt, auch die persönlichen Kontakte zu Geistlichen, KüsterInnen, Organisten, Chorleitern und in Fördervereinen Engagierten sind für die künftige Arbeit des leitenden Kantors nicht zu unterschätzen.

