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Detektiv Rally am Karsamstag – Spurensuche durch Oberwesel:Wer konnte den Fall lösen?

Detektiv Rally am Karsamstag – Spurensuche durch Oberwesel
Detektivrally2
Datum:
24. Apr. 2026
Von:
Jonas Reinhardt

Nachbericht Detektivrally am 04.04.2026 in Oberwesel

Detektiv Rally am Karsamstag – Spurensuche durch Oberwesel

Oberwesel - Ein Todesfall, unklare Umstände, verschiedene Zeugenaussagen. Es klingt wie der Beginn eines sonntäglichen Tatortes und war am Karsamstag der Ausgangspunkt für eine besondere Aktion des Pastoralen Raums Sankt Goar.

Acht Kinder und vier Elternteile machten sich gemeinsam mit Pastoralassistent Jonas Reinhardt auf den Weg zu einer Detektivrally mit der Frage: Was ist mit Jesus passiert?

Ausgestattet mit einer Ermittlungsakte und einer Karte für die einzelnen Detektive folgten sie den Spuren durch Oberwesel. An jeder Station mussten Hinweise entschlüsselt, Zeugenaussagen gelesen und kleine Aufgaben gelöst werden, um den nächsten Ort zu finden.

Die erste Station im Büro des Pastoralen Raums führte die Gruppe zurück zum letzten Abendmahl. Borte und Becher lagen verstreut im Raum und auf dem Tisch, mit Hinweisen versteckt als Zeichen für eine Gemeinschaft, die zerbricht.

Nach einigen gehörten Zeugen und Überlegungen fand die Gruppe den Weg zur Ölberggrotte an der evangelischen Kirche. Dort wurde die Situation Jesu greifbar. Die Zeugen berichteten von Angst, Einsamkeit und Verrat. Dort stand ganz die Frage im Raum, wie es sich anfühlt, wenn Vertrauen zerbricht.

Von dort führte der Kreuzweg hinauf zur Kirche St. Martin. Dort angekommen begaben sich die Detektive auf den dort bereits aufgebauten Stationenweg und begegneten dort dem Sterben und Leiden Jesu. Nur eine Dornenkrone wies mit den Aussagen der Jünger darauf hin, was hier wohl geschehen sein musste, denn das Kreuz zwischen Johannes und Maria fehlte.

Auf dem Weg die Heumarktstraße hinunter verdichtete die Ermittlung. Die verstreuten Jüngerinnen und Jünger Jesu erzählten von ihrer Angst und Schuld. Wie in einem Kriminalfall blieb hier vieles offen und gerade darin wurde deutlich, dass sich auch der Karsamstag selbst als Zwischenraum, in dem noch keine Auflösung in Sicht ist, anfühlt.

Der Abschluss bildete die letzte Station in der Liebfrauenkirche. Dort gestalteten die Kinder das Grab Jesu. Sie brachten eigene Gedanken mit ein und legten sie auf das Grab. Der Fall blieb bewusst ungelöst und erschließt damit die Bedeutung des Karsamstag. So ist dieser kein tag schneller Antworten, sondern ein Tag des Aushaltens. Wie in einem offenen Kriminalfall bleibt doch trotzdem die Frage stehen: Kann aus diesem Ende ein neuer Anfang werden?